Bausteine syntaktischen Wissens: Ein Lehrbuch der by Arnim Stechow, Wolfgang Sternefeld

By Arnim Stechow, Wolfgang Sternefeld

Der Titel dieses Buches, "Bausteine syntaktischen Wissens", enthält eine syste­ matische Mehrdeutigkeit. Einmal ist damit die company des syntaktischen Wissens in unseren Köpfen gemeint; die Bausteine sind Module, deren kom­ plexes Zusammenspiel unsere syntaktische Kompetenz ausmacht. Zum anderen weist der Titel auf den fragmentarischen Charakter des Unternehmens hin. Von allem, was once guy über Syntax weiß, haben wir nur einige Bausteine zusam­ mengetragen, die wichtigsten, wie wir hoffen. Viele Gesichtspunkte sind aber nur am Rande oder überhaupt nicht erwähnt. Ein Gleiches gilt für die Literatur­ auswahl, die nur einen Bruchteil des uns bekannten Schrifttums enthält. Aufge­ nommen wurden nur die zitierten Werke. Der Untertitel "Ein Lehrbuch der modernen generativen Grammatik" drückt den Anspruch aus, ein systematisches und stimmiges Lehrgebäude zu errichten, das in die wichtigsten Prinzipien der generativen Grammatiktheorie einführt. Wir haben uns gescheut, das Buch Einführung zu nennen, weil ein sol­ cher Titel nahegelegt hätte, daß es sich um ein elementares Buch handelt. Dem ist leider nicht so. Trotz größten Bemühens der beiden Autoren um eine ein­ fache Sprache und um die Erklärung aller benutzter Begriffe, fürchten wir dennoch, daß die Schrift nicht einfach zu lesen ist. Der Stoff muß systema­ tisch durchgearbeitet werden, was once ohne Papier und Bleistift, ein gutes Ge­ dächtnis und viel Motivation kaum möglich sein dürfte.

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Einführung in die Mengenlehre: Die Mengenlehre Georg Cantors und ihre Axiomatisierung durch Ernst Zermelo

Das Buch, das nun in verbesserter und erweiterter Auflage vorliegt, behandelt die Basis-Resultate der Mengenlehre aus der Zeit Cantors und Zermelos, was once etwa den Zeitraum von 1870 - 1930 abdeckt. Die Ideen dieser Zeit bilden das Herz der Disziplin und haben das heutige Bild der Mathematik entscheidend mit geprägt.

Text, Context, Pretext: Critical Issues in Discourse Analysis

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Bn entweder ein Kategoriensymbol oder ein Lexem ist. Die Regel kann gedeutet werden als Verzweigung eines Baumes. (2) So erzeugen etwa die Regeln (3) S ~ NP INFL VP VP~V NP~N den Baum (bzw. die Struktur) s (3') /1"" INFL VP NP I N 1 V Den höchsten Knoten im Baum, hier also den S-Knoten, nennt man die Wurzel des Baumes. Wir setzen die üblichen Begriffe zur Beschreibung von Bäumen voraus, insbesondere den Begriff der Dominanz. (4) Ein Knoten X dominiert einen Knoten Y, wenn X auf dem Wege von Y zur Wurzel des Baumes liegt.

H. ihre Struktur zu erlernen. Wir nehmen einmal an, die Universalgrammatik enthielte die Restriktion, das sämtliche Phrasen nach dem Schema einer der folgenden beiden Regeln gebaut sind: (11) (i) X -+ X Y (ii) X -+ Y X X, Y stehen für Nomen (= N), Verb (= V), Adjektiv (= A) oder Präposition (= P), ferner soll X =1= Y sein. Mit anderen Worten, wir setzen voraus, daß die UG eine Klasse von sehr einfachen kontextfreien Grammatiken festlegt. Wir nehmen ferner an, wir hätten schon herausbekommen, daß der Peter, die Maria und den Otto N's sind, liebt und haßt dagegen V's.

Wie ist das möglich? Die Antwort auf diese Frage ist nach seiner Meinung genauso geheimnisvoll wie die Antwort auf die Frage, durch welche Methode ein Wort einer Sache zugeordnet wird. Der Rekurs auf das mentale Bild erklärt also nach Wittgenstein nichts, und das Bild als Mittler kann deswegen weggelassen werden. Dies ist etwas wie das Dritte-Mann-Argument des Aristoteles gegen Platons Ideenlehre. Es wäre aber ein Irrtum zu glauben, daß die Grundlagen der Chomskyschen Theorie durch solche Einwände prinzipiell erschüttert würden.

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